Donnerstag, 27. April 2017

Osterferien

Über die Ostertage hatten wir eine Woche Ferien, welche wir natürlich zum Reisen resp. Brasilien entdecken genutzt haben. Unsere Bundesstaaten-Sammlung ist inzwischen auf vier angewachsen (von 26! Es gibt somit noch viel zu tun ;-)).

Per Flugi ging es von São Paulo nach Curitiba. Von da per Auto richtung Süd-Osten ans Meer, nach Florianopolis. Eigentlich heisst die Insel Santa Catarina, aber landläufig wird die ganze Insel nach der Hauptstadt Florianopolis benannt.

Von "Floripa" ging es der Küste entlang wieder nördlich. Nächster grosser Stopp war in São Francisco do sul, ein hübsches, kleines Kolonialstädtchen auf einer Halbinsel.

Danach noch weiter nörlich auf die Ilha do Mel. Das Auto musste auf dem Festland bleiben, da die ganze Insel autofrei ist. Das war sensationell!

Schliesslich via Morretes über die "Graciosa" Strasse zurück nach Curitiba. Das fühlte sich streckenweise an, als würde man durch einen feudalen Privatpark fahren. Schön!

Leider war das Wetter die ganze Woche nicht unbedingt wunschgemäss, aber deutlich besser, als vorhergesagt. Mir wei nid jammere, schön war's! Wir freuen uns bereits auf die Juli-Ferien.


Abflug São Paulo

Kurz vor der Landung in Curitiba

Curitiba

auf dem Weg ans Meer



Juhui, Meer :-)

Florianopolis

Florianopolis



São Francisco do Sul






Ilha do Mel, Aussicht von unserem Zimmerbalkon

Keine Autos, trotzdem viele Taxis (náutico)




Die "Hauptstrasse" auf der Ilha do Mel zwischen den zwei Dörfern


Die Zwillingsschwester unserer CSaLo vor der Ilha do Mel


Rua Graciosa




Sonntag, 2. April 2017

Segeln

Wenn wir aus unserer Wohnung Richtung Süden schauen, dann sehen wir auf die Seen, welche der Stadt als Wasserreservoir dienen.
Glücklicherweise dienen sie auch als Naherholungsgebiet. Gestern haben wir mit ein paar anderen CH-LehrerInnen einen Nachmittag segelnd auf dem See verbracht. Schön war's!

Aussicht aus unserer Küche, im Hintergrund die Seen.











Dienstag, 14. März 2017

Sonntagsausflug ans Meer

Wir hatten am Wochenende Lust auf einen kleinen Ausflug vom Typ "lass uns ein bisschen Zug fahren, an einem netten Ort Mittagessen und dann wieder nach Hause fahren".
Da es hier leider keine Züge gibt, hiess das konkret "lass uns ein bisschen Car fahren".
Somit am Samstag im Internet nach Bussen gesucht, irgendwann entnervt aufgegeben, da die meisten Webseiten eher schlecht und lahm sind. Ich hätte durchaus einen Platz reservieren/kaufen können, danach hätte ich jedoch die Bestätigung ausdrucken und am Sonntag dann damit am Schalter anstehen und den Voucher in ein richtiges Ticket umtauschen müssen.... Naja, da kann ich auch gleich direkt am Morgen am Schalter lösen (dass mehr als die Hälfte des Cars noch frei war, habe ich ja bereits online gesehen).
Somit sind wir am Sonntag Morgen zum Busbahnhof, haben uns ein Ticket gekauft für eine Fahrt nach Praia Grande und zurück (eine 2 stündige Fahrt kostet umgerechnet 10.- p.P.)


Vom Jabaquara Busbahnhof ist man ziemlich schnell aus der Stadt und dann beginnt der schöne Teil der Fahrt durch das Küstengebirge mitten durch den Urwald. Schön!






Unterwegs noch diesen Lastwagen gesehen, fast etwas Heimweh nach unserem Frachtschiff gehabt, haben wir doch drei Wochen lang diese schönen roten Container als Aussicht gehabt ;-)


In PG angekommen festgestellt, dass das tatsächlich keine Schönheit ist, was wir zum Glück auch nicht erwartet haben.
Aber mit Ausblick aufs Meer und mit dem dazugehörenden Rauschen mittagessen war ganz angenehm, auch wenn es an diesem Tag mal wieder brütend heiss war (35°).






Nach drei Stunden am Meer sind wir wieder mit dem klimatisierten Car zurück gefahren.
Ein wunderbarer Sonntag!

Mittwoch, 1. März 2017

Kurzurlaub in der Serra Mantiqueira

Das war schön! Abzüglich der Reisetage hatten wir drei wundervolle und ruhige Tage verbracht.
Am Samstag sind wir morgens um 6.00 losgefahren aber leider trotzdem im Stau gelandet. Carnevalferien scheinen wie Ostern am Gotthard zu sein, egal wann man fährt, Stau gibt es immer.
Jä nu, nach fünf Stunden waren wir dann auch am Ziel. Die letzten 25km waren Naturstrassen, was in dieser Gegend die Regel ist.
Ansonsten war alles wie erhofft: kein Telefonnetz, kein Internet, kein Strom, kein Lärm, gaaaanz viel Natur, etwas Wandern, herrlich geschlafen, deutlich kühlere Temperaturen (nachts sogar ziemlich frisch, ein Kaminfeuer war definitiv angebracht) und ganz viel gelesen.

Flora und Fauna haben mich regelmässig daran erinnert, dass ich nicht in einem grossen Emmental bin, sondern in Brasilien. Wenn der grasgrüne Papagei auf dem Kamin lautstark was erzählt, hunderte verschiedene Schmetterlinge in den schönsten Farben vorbeifliegen, der Geruch im Wald ganz anders ist... Aber dass sich viele Schweizer Einwanderer damals in dieser Gegend niedergelassen haben, kann ich durchaus verstehen.

Unser Häuschen:







Am Sonntag hat es mehrheitlich geregnet, deshalb haben wir nur einen kurzen Ausflug nach Gonçalves gemacht. Als ich an der Tankstelle am Tanken war, hat Fäbu aus dem Auto gemeldet, dass mich jemand grüsse. Jaja, bestimmt. Sind halt freundlich, die Brasilianer. Ach ne, tatsächlich, stand doch glatt einer der Turnlehrer von der Schule vor mir. Obwohl riesig, scheint Brasilien auch nur ein Dorf zu sein.





Am Montag war das Wetter besser, deshalb haben wir einen Ausflug nach Monte Verde gemacht, von wo man Wanderungen in die Höhe machen kann. Dass Monte Verde ein touristisches Dorf ist, haben wir gewusst, aber grad so.... Schweizer Raclette? Oder lieber ein Fondue? Und das mitten tausender Touristen. Nein danke ;-)










Gestern sind wir von unserem Häuschen aus in die nächste Beiz (5km) gelaufen, da es sowas wie Wanderwege nicht gibt, einfach der Strasse entlang. Pro Weg kam jeweils nur ein Auto an uns vorbei.  Deshalb scheint es dem Hengst auch wohl zu sein, mitten auf der Strasse. Er stand jedenfalls jeden Tag da, aber selten so schön am Rand wie auf dem Bild.